Sicherheitseinrichtungen der Heizung prüfen ist eine Aufgabe, die kein Hausbesitzer vernachlässigen sollte.
Warum die Prüfung so wichtig ist
Eine moderne Heizungsanlage verfügt über verschiedene Sicherheitsvorrichtungen, die bei Störungen eingreifen und Schäden verhindern. Diese Komponenten müssen regelmäßig kontrolliert werden.
"Eine ungeprüfte Sicherheitseinrichtung ist keine Sicherheitseinrichtung." – DIN 4751
Rechtliche Anforderungen
Nach der DIN 4751 und der BetrSichV sind Betreiber verpflichtet, bestimmte Prüfungen durchzuführen:
- Sicherheitsventile: mindesten einmal jährlich
- Temperaturbegrenzer: alle zwei Jahre
- Druckwächter: jährliche Funktionsprüfung
- Abgassicherung: im Rahmen der Wartung
Die wichtigsten Sicherheitseinrichtungen im Überblick
1. Das Sicherheitsventil
Das Sicherheitsventil ist die wichtigste Schutzeinrichtung Ihrer Heizung. Es öffnet automatisch bei zu hohem Druck und verhindert somit eine Explosion des Kessels.
So prüfen Sie es:
- Manuelle Betätigung durch den gelben Drehknopf
- Prüfung auf korrekte Einstellung (meist 2,5 oder 3 bar)
- Kontrolle auf Korrosion und Ablagerungen
- Überprüfung des Auslassrohrs auf Durchgängigkeit
2. Temperaturbegrenzer und Thermostate
Diese Einrichtungen verhindern eine Überhitzung der Anlage:
- STB (Sicherheitstemperaturbegrenzer): schaltet bei 110°C ab
- TW-Fühler: überwacht die Vorlauftemperatur
- Thermostatische Mischer: regeln die maximale Temperatur
3. Druckwächter und Manometer
Ein stabiler Betriebsdruck ist entscheidend für die Funktion der Heizung:
- Sollwert meist zwischen 1,5 und 2,0 bar im kalten Zustand
- Bei Unterschreitung: automatische Abschaltung zum Schutz der Pumpe
- Regelmäßige Kontrolle des Manometers empfohlen
Prüfung durch Fachmann vs. Eigenkontrolle
Was Sie selbst tun können:
- Visuelle Kontrolle auf Beschädigungen und Leckagen
- Ablesen von Druck und Temperaturanzeigen
- Dokumentation der Betriebszustände in einem Wartungsprotokoll
- Überprüfung auf ungewöhnliche Geräusche oder Gerüche
Was dem Fachmann vorbehalten bleibt:
- Fachgerechte Funktionsprüfung aller Bauteile*
- Einstellung von Grenzwerten nach Normen*
- Ersatz defekter Komponenten*
- Ausstellung eines Prüfnachweises* *Diese Arbeiten dürfen nur von zertifizierten Heizungsfachbetrieben durchgeführt werden.
Warnsignale erkennen und richtig reagieren:
Wenn Sie diese Anzeichen bemerken, sollten Sie sofort handeln:
- Wasser am Sicherheitsventil oder Auslassrohr → Hinweis auf Druckprobleme *
- Ständiges Abschalten des Brenners → Möglicher STB-Auslöser *
- Ungewöhnliche Geräusche aus dem Kessel → Risiko von Druckstößen *
- Schwankender Druck trotz intakter Membran → Möglicher Defekt * Wenden Sie sich bei diesen Symptomen sofort an einen Fachbetrieb!