Was ist ein Unterdruckwächter?
Ein Unterdruckwächter ist eine zentrale Sicherheitseinrichtung an Gas- und Ölheizungen. Er überwacht den Unterdruck im Abgassystem und schaltet die Heizung bei unzureichendem Zug automatisch ab. So wird verhindert, dass schädliche Abgase wie Kohlenmonoxid in den Wohnraum gelangen.
Wann sollten Sie den Unterdruckwächter testen?
- Nach jeder Wartung oder Reparatur der Heizungsanlage
- Bei Verdacht auf eine Fehlfunktion
- Jährlich im Rahmen der regulären Heizungswartung
- Nach Umbauten oder Änderungen am Abgassystem
- Bei ungewöhnlichen Geräuschen oder Fehlersignalen
Unterdruckwächter testen: Schritt-für-Schritt
Vorbereitung
- Heizung komplett ausschalten und abkühlen lassen
- Bedienungsanleitung des Herstellers bereitlegen
- Multimeter oder Spannungsprüfer besorgen
- Schutzhandschuhe tragen
Prüfung durchführen
Schritt 1: Optische Inspektion
Prüfen Sie den Unterdruckwächter auf sichtbare Schäden, Risse oder Korrosion. Eine beschädigte Membran ist ein klares Zeichen für Austauschbedarf. Achten Sie auch auf lose Verbindungen an den Schläuchen.
Schritt 2: Elektrische Funktionsprüfung
Lösen Sie den Stecker vom Unterdruckwächter und messen Sie den Durchgang mit einem Multimeter. Bei korrektem Unterdruck im Abgassystem sollte der Kontakt geschlossen sein. Ist der Kontakt offen, obwohl die Heizung läuft, liegt ein Fehler vor.
Schritt 3: Druckprüfung simulieren
Erzeugen Sie vorsichtig einen Unterdruck an der Messleitung – etwa mit einer kleinen Handpumpe. Der Schalter muss ansprechen und die Heizung sollte sich sicher abschalten. Lässt sich der Unterdruck nicht halten, ist die Leitung wahrscheinlich undicht.
⚠️ Achtung: Arbeiten am Unterdruckwächter erfordern Fachkenntnisse. Bei Unsicherheit immer einen Fachmann hinzuziehen. Unsachgemäße Eingriffe können lebensgefährlich sein.
Häufige Fehler beim Unterdruckwächter
- Verstopfte Leitungen: Schmutz, Ruß oder Kondensat blockieren die Messleitung und verfälschen die Messwerte
- Defekte Membran: Risse oder Materialermüdung führen zu Fehlmessungen und Ausfällen
- Falsche Einstellung: Der Schaltpunkt ist werksseitig kalibriert – niemals selbst verstellen!
- Korrosion: Feuchtigkeit im Abgassystem kann Kontakte oxidieren lassen
Unterdruckwächter testen lassen
Wenn Sie den Unterdruckwächter testen möchten, aber unsicher sind, sollten Sie unbedingt einen Heizungsfachbetrieb beauftragen. Der Fachmann prüft nicht nur das Gerät selbst, sondern auch das gesamte Abgassystem auf Dichtigkeit und Funktion. Wer den Unterdruckwächter testen lässt, sichert nicht nur die Funktion der Heizung, sondern schützt auch die Gesundheit der gesamten Familie.
Kosten für die Prüfung
Die Kosten für die Prüfung des Unterdruckwächters liegen meist zwischen 50 und 150 Euro und sind oft Teil der jährlichen Wartung. Viele Versicherungsgesellschaften fordern zudem einen Nachweis der regelmäßigen Prüfung.
Wann ist ein Austausch nötig?
Ein Unterdruckwächter sollte nach ca. 10–15 Jahren ausgetauscht werden, auch wenn er noch funktioniert. Bei sichtbaren Schäden oder wiederholten Ausfällen ist ein sofortiger Austausch ratsam.