Eine defekte Tauchpumpe kann im Ernstfall, etwa bei einem vollgelaufenen Keller, zu großen Problemen führen. Doch nicht immer ist das Gerät komplett kaputt. Oft liegen kleine Fehler vor, die sich beheben lassen. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie systematisch Ihre Tauchpumpe testen, um die Ursache für Ausfälle oder Leistungseinbußen zu finden.
Erste Anzeichen: Wann Sie die Tauchpumpe testen sollten
Bevor Sie Werkzeug in die Hand nehmen, achten Sie auf die Symptome. Ein Test ist notwendig, wenn:
- Die Pumpe an das Stromnetz angeschlossen ist, aber keinen Mucks von sich gibt.
- Der Motor brummt, aber kein Wasser gefördert wird.
- Die Sicherung sofort rausfliegt, sobald die Pumpe anläuft.
- Die Förderleistung merklich nachgelassen hat.
Sicherheitshinweis
Bevor Sie beginnen, trennen Sie die Pumpe immer vom Stromnetz. Arbeiten an elektrischen Bauteilen in Verbindung mit Wasser sind lebensgefährlich. Ziehen Sie den Netzstecker!
Schritt 1: Mechanische Blockaden prüfen
Oft liegt kein elektrischer Defekt vor, sondern eine mechanische Blockade. Wenn Sie Ihre Tauchpumpe testen, beginnen Sie immer am Ansaugbereich.
- Ansaugsieb kontrollieren: Ist der Fuß der Pumpe durch Schlamm, Steine oder Laub verstopft? Reinigen Sie diesen Bereich gründlich.
- Laufrad prüfen: Im Inneren des Pumpenfußes befindet sich das Laufrad. Versuchen Sie vorsichtig, es mit einem Schraubendreher zu drehen (bei gezogenem Stecker!). Lässt es sich nicht bewegen, klemmt ein Fremdkörper oder das Lager ist festgefressen.
Schritt 2: Den Schwimmerschalter testen
Der häufigste Grund, warum eine Pumpe nicht anspringt, ist ein defekter oder klemmender Schwimmerschalter. Er sorgt dafür, dass die Pumpe bei steigendem Wasserstand anläuft und bei sinkendem Pegel stoppt.
- Beweglichkeit: Heben und senken Sie den Schwimmer manuell. Hören Sie ein leises "Klicken"? Das ist der Mikroschalter im Inneren.
- Durchgangsprüfung: Wenn Sie ein Multimeter besitzen, können Sie den Schalter elektrisch durchmessen. Verbinden Sie die Messspitzen mit dem Stecker und bewegen Sie den Schwimmer. Der Widerstand sollte sich von "unendlich" auf "nahe Null" ändern.
Schritt 3: Elektrische Prüfung des Motors
Wenn mechanisch alles frei ist und der Schwimmer funktioniert, müssen Sie den Motor der Tauchpumpe testen.
- Widerstandsmessung: Messen Sie den Widerstand zwischen den Kontakten des Netzsteckers. Ein sehr hoher Widerstand deutet auf eine durchgebrannte Wicklung hin (Kabelbruch). Ein Widerstand von 0 Ohm weist auf einen Kurzschluss hin.
- Kondensator: Viele Tauchpumpen nutzen einen Anlaufkondensator. Wenn der Motor nur brummt, aber nicht dreht, ist oft dieses Bauteil defekt. Ein Austausch ist für versierte Heimwerker möglich.
Schritt 4: Der Eimertest (Funktionsprüfung)
Nach der Wartung sollten Sie einen finalen Testlauf durchführen. Stellen Sie die Pumpe in einen mit Wasser gefüllten Eimer oder eine Regentonne. Stecken Sie den Stecker ein und heben Sie den Schwimmerschalter an.
- Läuft der Motor ruhig?
- Wird Wasser kräftig gefördert?
Tipp: Wenn die Pumpe läuft, aber kein Wasser kommt, befindet sich oft noch Luft im Pumpengehäuse. Tauchen Sie die Pumpe schräg ein, damit die Luft entweichen kann.
Regelmäßiges Tauchpumpe testen verlängert die Lebensdauer erheblich und schützt Sie vor bösen Überraschungen beim nächsten Starkregen.